Neue Werkstatt in Leichlingen

Baufortschritte

Der Startschuss für das Bauprojekt ist endgültig gefallen

 

Änderungen in der Ausführungsplanung hatten einen Nachtrag zum Baugenehmigungsverfahren zur Folge. Weitere Abstimmungsgespräche mit dem Bauamt und Einreichung der Nachtragsunterlagen erfolgten im Herbst des vergangenen Jahres. Am 18.01.2019 schließlich wurde die Baugenehmigung erteilt. Es folgte die Angebotsphase (Ausschreibung) für Rohbau und TGA (Technische Gebäudeausrüstung, auch Versorgungstechnik, Haustechnik oder Gebäudetechnik). Am 08.03.2019 war Abgabefrist für die Gewerke geschlossener Rohbau. Zusätzlich zu den vom Architekten vorgeschlagenen Anbietern wurden vor allem auch ortsansässige Handwerksunternehmen im Ausschreibungsverfahren angesprochen, um die regionalen Gegebenheiten zu unterstützen. Die eingehenden Angebote wurden vom Architekten geprüft und in einem Preisspiegel aufbereitet. Nach Vergabe der einzelnen Gewerke fiel mit dem Beginn der Abbrucharbeiten Anfang April dann endgültig der Startschuss für das Bauprojekt.

Die laufenden Arbeiten befinden sich im Plan. Die Abbrucharbeiten sind seit Mitte Mai abgeschlossen. Parallel haben die Rohbauarbeiten begonnen. Die Baustelle ist eingerichtet. Die Außentreppe ist abgerissen. Das Fundament ist auf der Eingangsseite freigelegt. Im Innern des Gebäudes befindet sich nach Rückbau aller Mauern und Wände so gut wie kein Stein mehr auf dem anderen.

 

Die Übereinstimmung der Bauausführung mit der Bauplanung wird in Form von Baubegehungen regelmäßig festgestellt und fotografisch dokumentiert, um Mängel frühzeitig festzustellen bzw. nach Möglichkeit auszuschließen, da bei Baumaßnahmen unterschiedliche Gewerke ineinander verzahnt sind bzw. aufeinander aufbauen und beispielsweise das Elektroinstallationsmaterial in der Trockenbauwand verschwindet oder der Estrich hinterher vom Bodenbelag verdeckt wird.

Gemäß Rahmenterminplan, der den Bauablauf in zeitlicher Abfolge widergibt, folgen auf die Rohbauarbeiten dann ab Juli die Dachdeckerarbeiten und ab Ende Juli die Ausbaugewerke: Stahlbauarbeiten, Innenputz, Trockenbau, Tischlerarbeiten, Estricharbeiten, Fliesenarbeiten, Bodenbelagsarbeiten, Malerarbeiten, Landschaftsbauarbeiten (Außenanlagen).

Die Fertigstellung ist für Februar 2020 geplant und es sieht danach aus, dass alles planmäßig verläuft.

Nachhaltigkeit - für uns ein wichtiges Thema

Bild: Nachhaltigkeit sollte sich im Idealfall ökologische, ökonomische und soziale Aspekte beziehen.

Als uns vor einiger Zeit eine Publikation eines bekannten Unternehmens in die Hände fiel, prangte auf der Titelseite des professionell aufgemachten Hochglanzmagazins die Bezeichnung »Nachhaltigkeitsbroschüre«. Bei näherer Betrachtung jedoch war meine Vermutung: Hier geht es nicht um Nachhaltigkeit, sondern vielmehr darum, als Unternehmen in der öffentlichen Wahrnehmung durch Verwendung des Zauberwortes gut dazustehen.

Die Bezeichnung Nachhaltigkeit wird vielfältig verwendet und noch vielfältiger interpretiert. Das Drei-Säulen-Modell, das
von einer Kommission des deutschen Bundestages vorgestellt wurde, besagt, dass sich Nachhaltigkeit im Idealfall auf ökologische, ökonomische und soziale Aspekte beziehen sollte.

Als auf uns die Aufgabe der Entkernung und Entrümpelung der Werkstatt Stockberg in Leichlingen, die sich momentan in der Planungs-Endphase und kurz vor Beginn der Umbauarbeiten befindet, zukam, waren die von der Geschäftsführung ausgegebenen Verwertungsprinzipien eindeutig nachhaltig:

Das Inventar wurde unter anderem an das Sozialamt Leichlingen abgegeben, teilweise konnte der Heilpädagogische
Arbeitsbereich Möbel und Gerätschaften gebrauchen. Ein ehemaliger repräsentativer Schanktresen wurde verkauft, ein Schwerlastregal wurde kostenlos demontiert, um andernorts wiederverwendet zu werden. Parkettboden und Bürozwischenwände werden durch fachgerechte Behandlung wieder instand gesetzt.

Es werden nicht nur Kosten gespart, sondern die Wiederverwendung ist auch eine Frage verantwortungsvollen Umgangs mit Ressourcen. Werkstatt Stockberg ist für uns ein gelungenes Beispiel praktizierter Nachhaltigkeit.
Darauf dürfen wir ein wenig stolz sein.

Planungsphase auf der Zielgeraden

 

Während des Planungsprozesses findet ein intensiver Austausch mit dem ausführenden Architekturbüro und den Fachingenieuren statt, um Detailfragen zu klären.

Momentan befindet sich das Bauvorhaben in der Phase der Ausführungsplanung, in deren Rahmen die vorangegangene Entwurfsplanung bzw. Genehmigungsplanung so weit durchgearbeitet wird, dassdas Bauvorhaben realisiert werden kann. »Inhaltlich sind wir heute quasi fertig«, waren die Schlussworte des Geschäftsführers Axel Pulm am Ende einer Reihe von Abstimmungsgesprächen zwischen Bauherrn und Architekten, zu der alle Entscheidungsträger aus den Arbeitsbereichen zugegen waren. Es gilt, den Rahmenterminplan, der den genauen Bauablauf wiedergibt, umzusetzen und die Werkstatt-Niederlassung im Rahmen des vorgesehenen Zielkorridors zu eröffnen. Um das bestehende Bürogebäude mit Ausstellungs- und Fertigungshalle für Menschen mit Behinderung umbauen und nutzen zu können, sind zum Teil kostenintensive Entscheidungen erforderlich.

Bei der Planung wird eine barrierefreie Gestaltung von Arbeitsstätten zu Grunde gelegt. Hierbei sind unter anderem die Bewegungsflächen für Rollstuhlfahrer definiert, die der DIN 18040-R entsprechen. Es hat einen Abstimmungstermin
mit dem technischen Dienst der Bundesagentur für Arbeit vor Ort stattgefunden, die einen entsprechenden Bericht verfasst haben, um die Eignung der Betriebsstätte für die in Frage kommenden Arbeitsplätze zu bescheinigen. Aufgrund der allgemeinen Rahmenbedingungen und spezifischer Faktoren ist die endgültige Entscheidung für die zukünftige Nutzung gefallen: Die neue Betriebsstätte in Leichlingen wird ihren Schwerpunkt im Bereich IT-Dienstleistungen haben. In diesem Segment sind die Zukunftsaussichten in Bezug auf ein anspruchsvolles Marktumfeld und die Marktchancen sowie das vorhandene Knowhow und die gut ausgebildeten, motivierten Mitarbeiter sehr positiv. Im Erdgeschoss werden 36 Arbeitsplätze und im Obergeschoss 3 Heilpädagogische Gruppen mit je 6 Arbeitsplätzen, somit insgesamt 54 Arbeitsplätze, entstehen, die von 9 hauptamtlichen Mitarbeitern betreut werden. Die Gesamtplanung geht nun fachlich und kostenmäßig in die Genehmigungsschleife durch den Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung. Die nächsten Schritte, die dann auf den Abschluss der Feinplanung folgen, sind laut Rahmenterminplan die Angebotsphase und die dann anschließende Realisierung ab Anfang 2019. Sobald die internen Gremien der Umsetzung zugestimmt haben, wird die Abstimmungsphase mit den hauptamtlichen
Mitarbeiterinnen und den Mitarbeitern mit Beeinträchtigung beginnen.

 

Neue Werkstatt in Leichlingen

Bild: Es wurde eine Bestandsimmobilie gekauft, die nun umfassend umgebaut werden muss.

Nachdem die Baugenehmigung durch die Stadt Leichlingen erteilt ist, geht es ans Eingemachte: Architekt und Bauherr sind im ständigen Austausch, was die inhaltlichen und technischen Anforderungen und Planungen angeht. 

Der Rahmenterminplan gibt den genauen Bauablauf wieder. Die Baubeschreibung regelt inhaltlich die Ausführungsplanung. In regelmäßigen Besprechungen werden alle Details bis hin zur Feinplanung abgestimmt, um dem Ziel, die Werkstatt-Niederlassung im Jahr 2019 zu eröffnen, ein Stück näher zu kommen. Das bestehende Bürogebäude mit Ausstellungs- und Fertigungshalle im Industriegebiet „Am Stockberg“ in Leichlingen soll zu einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung umgebaut und genutzt werden.

Im Baugenehmigungsverfahren waren umfassende Maßnahmen zwecks Nutzungsänderung verabschiedet und umfangreiche Unterlagen, wie zum Beispiel ein ganzheitliches Brandschutzkonzept, eingereicht worden: „Entsprechend der Besonderheit des Gebäudes, seiner Peripherie und den speziellen Risikoschwerpunkten aus der Art der Nutzung wurde den Schutzzielen des Brandschutzes systematisch nachgegangen und entsprechend dieser Kriterien gewertet“ lautet das Fazit der sachverständigen Brandschutzingenieure. Im Einvernehmen mit der für den Brandschutz zuständigen Dienststelle wurde eine Brandschutzordnung nach DIN 14096 erstellt. Zu den Sicherheitsvorkehrungen zählen u.a. der Einbau eines Evakuierungsaufzuges, die Installation eines Fluchtbalkons sowie weiterer, umfangreicher vorbeugender Brandschutzmaßnahmen.  

Bevor das Objekt der Nutzung als Arbeitsplatz für Menschen mit Beeinträchtigung zugeführt werden kann, sind vom Bauherrn weitreichende und zum Teil kostenintensive Entscheidungen zu treffen, um die zukünftigen Arbeitsplätze behindertengerecht auszugestalten. Die bauliche Umsetzung erfolgt durch Fachplaner nach den Vorgaben der Arbeitsbereiche.

Geplant sind 36 Arbeitsplätze für Mitarbeiter, die Zuarbeiten für Kunden aus der Industrie und dem Handel ausführen sowie 18 Arbeitsplätze für zum Teil mehrfach schwerbehinderte Menschen aus dem sogenannten Heilpädagogischen Bereich. 

Das Bauvorhaben ist Bestandteil des Konzeptes der Werkstätten, nämlich der Integration und Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben.

Kontakt:
Martin Plug
Tel.: 02196 9503-122
E-Mail: martin.plug@lhbl.de

Dirk Cremer
Tel.: 02196 9503-222
E-Mail: dirk.cremer@lhbl.de

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